Warum knackt Scheitholz im Kaminofen?

Wohlige Gemütlichkeit vor dem knisternden Kaminfeuer Stellt sich die Frage: Warum knacken Holzscheite beim Verbrennen überhaupt?

Wohlige Gemütlichkeit vor dem knisternden Kaminfeuer Stellt sich die Frage: Warum knacken Holzscheite beim Verbrennen überhaupt?

Viele, die sich für einen Kaminofen entschieden haben, lieben vor allem die wunderbaren Abende, die wohlige Gemütlichkeit vor dem knisternden Kaminfeuer. Doch warum knacken Holzscheite beim Verbrennen überhaupt?

Holz „spricht“ beim Verbrennen
Thorsten Leps, Professor für Werkstoffkunde an der an Hochschule Rosenheim, weiß warum: Im Kaminfeuer zieht sich das brennende Scheitholz quer zur Maserung zusammen, wenn es Feuchtigkeit verliert. Das Holz will schrumpfen, kann es wegen seiner Festigkeit nicht, gibt nach und es entstehen unter lautem Knacken Risse im Holz. „Das Holz spricht bevor es bricht“, sagt der Fachmann.

Harzige Hölzer verbrennen deutlich lauter
Zu den Knack- und Explosionsgeräuschen gesellen sich im Kaminofen überraschende Zischgeräusche, kleine Explosionen und Funkenflug, genau wie am Lagerfeuer. Viele diese Effekte entstehen, wenn sogenannte „Harzgallen“ platzen, Hohlräume, in denen das klebrige Baumharz eingelagert ist. Platzen diese Harzgallen, entweichen brennbare Gase, die sich im Kaminfeuer entzünden.

Laubhölzer sind harzfrei und verbrennen leise
Hier liegt auch der Grund für das unterschiedliche Brennverhalten und abweichende Flammenbilder: Kiefernholz, ein leichtes, harzreiches Nadelholz, enthält naturgemäß viel Harz und verbrennt daher mit lautem Knacken. Tannenholz hingegen ist harzfrei, wie Laubholz wird es beim Verbrennen im Kaminofen von deutlich weniger Knack- und Explosionsgeräuschen begleitet. Die besten Brennwerte wiederum erzielt man auch in Kaminöfen mit guten Harthölzern wie Eiche, Buche oder Esche.

red / 05.11.2012

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