Emissionswerte: Auf den Kaminofen-Heizer kommt es (auch) an!

Wohlige Gemütlichkeit vor dem knisternden Kaminfeuer Stellt sich die Frage: Warum knacken Holzscheite beim Verbrennen überhaupt?

Wohlige Gemütlichkeit vor dem knisternden Kaminfeuer – herrlich.

Mit einem Kaminofen lässt sich nicht nur günstig, sondern auch besonders umweltfreundlich heizen, das zeigen die hervorragenden Emissionswerte moderner Kaminöfen. Allerdings verbrennt mancher Kaminofenheizer in seinem Schmuckstück nicht nur ordentlich getrocknetes Scheitholz mit einer Restfeuchte von weniger als 20%. „Es ist unglaublich was alles verbrannt wird“ berichtete Schornsteinfegermeister Alfred Wolf aus Aachen jüngst der Deutschen Welle (DW). „Da werden alte Schuhe, ölgetränktes Holz oder zersägte Kleiderschränke verbrannt. Dadurch wird der Kaminofen zur Dreckschleuder.“

Holzschutzmittel verbrennen giftig!
Wer in seinem Kaminofen mit Vorsatz Bretter verbrennt, die vorher mit Holzschutzmittel oder Lack behandelt waren, dem ist schlicht nicht zu helfen: Dass dabei giftige Dioxine in die Atemluft (in die eigene und die der NAchbarn) geraten, weiss heute jedes Kind.

Heimisches Scheitholz ist CO2-neutral
Wer, wie von den Herstellern empfohlen, auf luftgetrocknetes einheimische Scheitholz setzt, heizt grundsätzlich CO2-neutral, denn es wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der Baum zuvor aufgenommen hat.

Erstklassige Emissionswerte sind Pflicht!
Aber auch diese Rechnung geht nicht bedingungslos auf: Erstens sollte das Brennholz aus der heimischen Region kommen, denn längere Transportwege schmälern die Ökobilanz merklich. Zweitens sollte ein Kaminofen, jenseits phantastischer theoretischer Werte, das eingelegte Holz in der Praxis vollständig und mit möglichst hoher Temperatur verbrennen. Hier gilt: Je besser die Lüftung, desto höher die Temperaturen, umso vollständiger die Verbrennung. Viele einfache Baumarkt-Modelle scheitern hier kläglich, teure Kaminöfen überzeugen hingegen durch hochwertige Materialien und ein ausgeklügeltes Lüftungssystem. Ein schönes Beispiel ist hier die TwinFire-Technik des Kaminofenherstellers xeoos. Bei dieser hochwertigen Kaminofenserie wir die Abluft ein zweites Mal verbrannt.

Feuchtes Holz brennt einfach schlecht!
Der dritte und nicht selten entscheidende Faktor ist und bleibt indes der Mensch. Da wird wie selbstverständlich ignoriert, dass das Verbrennen von Holz mit einer Feuchte von mehr als 25% schlicht verboten ist. Aber auch Legenden aus den schlechten Zeiten halten sich hartnäckig. So mag es bei Omas Holzbestellherd vielleicht noch Sinn gemacht haben, eigentlich trockenes Brennholz anzufeuchten und in Zeitungspapier zu wickeln, um die Glut möglichst bis zum nächsten Morgen zu erhalten. Aus einem modernen Kaminofen macht man mit dieser Methode eine Rußfabrik.

Fassen wir zusammen: Wer einen hochwertigen Holzkaminofen mit Verstand und ordentlich trockenem Holz aus heimischer Region „füttert“ produziert seine wohlige Wärme nach wie vor besonderse umweltfreundlich. Der Rest ist Propaganda.

mas/ 23.09.2013